Kreisklasse A | 13. Spieltag
SV Viktoria 08 - VfB Lübeck III | 2:4 (1:1)

Umkämpfter Sieg im Verfolgerduell

In einer intensiven Partie konnte die „Tritte Hään“ sich gegen den SV Viktoria 08 mit 4:2 (1:1) durchsetzen und hat sich somit wieder an die Aufstiegsplätze der Kreisklasse A herangearbeitet.

Auf dem vom Regen durchgeweichten Platz an der Falkenwiese konnten beide Mannschaften sich in den ersten dreißig Minuten kaum Torchancen erarbeiten, Viktoria hatte jedoch etwas mehr vom Spiel. Einzige erwähnenswerte Chancen in dieser Zeit war eine vergebene Großchance von Hanno (nach Zuspiel von Marco, 12.min.) und einen zur Latte abgewehrte Direktabnahme aus knapp 20 Metern von Viktoria (27.min.). Anschließend zappelte der Ball jedoch erstmals im Netz: Nach einem harmlosen Zweikampf im VfB-Strafraum ging ein Viktoria-Stürmer theatralisch zu Boden, zog die Aufmerksamkeit der VfB-Abwehr auf sich und sein Sturmkollege bedankte sich mit einem Schlenzer in die lange Ecke auf seine Weise. Das Gegentor weckte die Spieler von der Lohmühle nun endlich auf, der VfB spielte in der Folge zielstrebiger und nahm die Zweikämpfe an. Knapp zehn Minuten nach dem Führungstreffer tanzte sich Hanno geschickt auf der Außenlinie gegen mehrere Abwehspieler durch, spielte den Ball in die Mitte und fand dort Marco, der den Ball mit seinem ganzen Körper über die Linie schob. Nach diesem Ausgleichstreffer passierte aus sportlicher Sicht nicht mehr viel, aus der Sicht des Schiedsrichters (Schiedsrichterassistenten) hingegen doch noch was: Nach einem Einwurf kam es zu einem Zwischenfall zwischen Tense und einem Stürmer von Viktoria, was der Assistent als Tätlichkeit auslegte und der Schiedsrichter ihn entsprechend mit der roten Karte vom Platz stellte.

Die kuriose Geschichte der Halbzeit, in der der vom Platz gestellte Spieler in der VfB-Kabine erschien, soll hier nicht weiter ausgeschmückt werden, konzentrieren wir uns lieber auf das Geschehen auf dem Platz: Auch in der zweiten Halbzeit war es zunächst die Mannschaft des SV Viktoria, die mehr vom Spiel hatte (trotz Unterzahl); einzig ein Lattenschuss von Hanno (50.min.) konnte auf Seiten des VfB verzeichnet werden. Mit einem satten Schuss ins Eck konnte der SV Viktoria nach einer Stunde Spielzeit sogar in Führung gehen, was die Mannschaft zu merkwürdigen Jubelarien zu animieren schien. Der VfB ließ sich jedoch von dieser Unruhe nicht anstecken und spielte in der Folge nun wieder konzentrierter und zielstrebiger. Blieb in der 67. Minute noch ein recht eindeutiges Foul im Strafraum vom gegnerischen Keeper an Marco noch ungeahndet, konnte Heiko per Kopf (nach Flanke von Hanno) den erneuten Ausgleichstreffer erzielen – nun war der VfB am Drücker, die letzten zehn Minuten nahm der Druck auf das Tor von Viktoria noch mal zu! Zwei Mal konnte die Viktoria-Abwehr noch den Ball von der Linie kratzen (82. und 83.min.), fünf Minuten vor dem Spielende waren sie dann aber alle machtlos, als die Abseitsfalle nach langem Pass von Hadde misslang und Heiko den Ball nur noch am Keeper vorbeischieben musste. In der Folge versuchte Viktoria natürlich noch mal den Ausgleichstreffer erzielen zu können, kam aber nicht mehr gefährlich vor das Tor des VfB. Im Gegenzug erzielte mit dem Schlusspfiff Marco nach Pass von Heiko noch das alles entscheidende 4:2.

Die „Tritte Hään“ steht nach dem Ende einer spannenden Hinrunde nun auf dem dritten Tabellenplatz und freut sich auf die Rückrunde, die am Sonntag, den 02.12.2012, mit einem Flutlichtspiel um 17:00 Uhr auf der heimischen Lohmühle (Kunstrasen) gegen die II. Mannschaft von TuS Lübeck startet.

Aufstellung:
Langer – Hadde – Henrik, Tense, Malte (89.min. Pisto) – Lorbas (45.min. Heiko), Jani – Eric, Hanno, Yannik (61.min. Freddy) – Marco (89.min. Timo)

Tore:
29.min.: 0:1
38.min.: 1:1 Marco (Vorlage Hanno)
60.min.: 1:2
79.min.: 2:2 Heiko (Vorlage Hanno)
85.min.: 3:2 Heiko (Vorlage Hadde)
90.min.: 4:2 Marco (Vorlage Heiko)

Bes. Vorkommnisse: rote Karte nach Tätlichkeit gegen Viktoria (43.min.)

SR: In einem hart umkämpften Spiel nicht immer glücklich agierend (kritisch zu betrachten bzw. unglücklich ist zudem, dass der SR oftmals in türkischer Sprache mit dem Gegner kommunizierte und somit der Inhalt dieser Gespräche für Spieler ohne entsprechende Sprachkenntnisse nicht nachvollziehbar war)

ZR: rund 50