Kreisklasse A | 16. Spieltag
TSV Dänischburg - VfB Lübeck III | 3:5 (2:2)

Auswärtsspiele in Dänischburg – immer wieder ein besonderes „Vergnügen“

In einem (mal wieder) denkwürdigen Auswärtsspiel beim TSV Dänischburg gewann die „Tritte Hään“ auch ihr zweites Spiel nach der Winterpause, dieses Mal mit 5:3 (2:2). Neben den sportlichen Aspekten dieses Spiels sind auch unsportliche Aspekte in Dänischburg erwähnenswert – dazu jedoch zum Ende des Berichts mehr!

Dank des Erfolges aus der Vorwoche ging die „Tritte Hään“ mit einer Menge Selbstbewusstsein in die Partie gegen den TSV Dänischburg, wurde jedoch – nachdem eine Großchance gleich zu Beginn des Spiels ausgelassen wurde – kalt erwischt: Der aus einen ungeschickten Zweikampf im eigenen Strafraum resultierende Elfmeter wurde ebenso gekonnt eingenetzt wie auch der schön ausgespielte und abgeschlossene Konter kurze Zeit später. Der VfB erholte sich von diesem Rückstand erst nach ca. 30 Minuten und erzielte in dieser aufkommenden Drangphase durch eine direkt verwandelte Ecke von Lorbas den Anschlusstreffer. Nun waren die Spieler von der Lohmühle wieder am Drücker, erarbeitete sich Feldvorteile und blieben stets gefährlich. Nachdem sich Eric schön auf dem linken Flügel in den Strafraum getankt hatte, wurde er unsanft von den Beinen geholt – den fälligen Strafstoß verwandelte Jani souverän wie immer! Auch ein Führungstreffer kurz vor der Halbzeit wäre noch möglich gewesen, aber den Kopfball von Hanno konnte der gegnerische Keeper noch entschärfen; eine Führung zur Halbzeit wäre aber für diesen Spielverlauf auch unangemessen gewesen.

In der Kabine war man sich auf Seiten des VfB absolut sicher, an diesem Tag drei Punkte mitzunehmen (nach dieser tollen Aufholjagd in der ersten Hälfte) und genau mit dieser Einstellung ging man auch wieder auf den Platz. So war er nicht weiter verwunderlich, dass gleich nach dem Wiederanpfiff der Führungstreffer erzielt werden konnte: Nach einem Einwurf von der rechten Seite spitzelte Lorbas den Ball im Strafraum weiter zu Marco, der – ohne zu überlegen – den Ball gleich aufs Tor drosch. Der Keeper konnte diesen Schuss zwar noch abklatschen, beim Nachschuss ließ Marco ihm dann jedoch keine Chance mehr. Dänischburg gab sich trotz des Rückstandes jedoch nicht auf, sondern versuchte über ihren guten Mittelstürmer weiterhin das Spiel ausgeglichen zu gestalten. Björn war es schließlich zu verdanken, dass dieser Einsatz des TSV nicht belohnt wurde, als er einen Kopfball nach einer Ecke noch von der Linie kratzte. Der VfB bekam in der Folge den gegnerischen Mittelstürmer jedoch immer besser in den Griff und konnte in Folge dieses verbesserten Defensivverhaltens den Vorsprung noch ausbauen: Nachdem Tense und Jani gemeinsam den Ball eroberten, konnte Jani einen herrlichen langen Ball auf Marco spielen, der seinerseits eiskalt einnetzte. So langsam hätte man sich nun beim VfB beruhigt zurücklehnen können, wäre da nicht der traumhafte Freistoßtreffer (aus über 20 Metern genau in den Winkel) des TSV gewesen, der das Spiel nochmals ein wenig spannend machte. In der Folge konnten sich beide Mannschaften Torchancen erarbeiten (Dänischburg mit einem Lupfer knapp am Tor vorbei, Marco auf der anderen Seite mit einem noch knapp abgefälschten Ball), der nächste Treffer war jedoch wieder dem VfB vorbehalten: Nach einem Einwurf von der linken Seite spitzelte Marco den Ball zu Yannik, der den Ball ganz ruhig im Tor unterbringen konnte. In der nun zunehmend hektischeren Partie wurde nun auch der Schiedsrichter immer schlechter und verlor leider
  in vielen Situationen den Überblick, obwohl er durch seine Assistenten die nötige Unterstützung hätte bekommen können – er lehnte diese jedoch unwirsch ab. So gab es nach einer unmotivierten Grätsche von hinten in die Beine von Tense (am Strafraum des VfB, der Ball war mehrere Meter weit weg) ebenso keine rote Karte wie bei der wilden Fluggrätsche auf Marco im gegnerischen Strafraum (von mehreren Metern Entfernung mit beiden Beinen in den Mann gesprungen) – die verbalen Entgleisungen gegenüber Spieler und Mannschaftsverantwortlichen überhörte er ebenfalls gekonnt. Großartigen Fußballsport konnte man unter diesen Voraussetzungen nun natürlich nicht mehr erwarten, mit Ausnahme einer Torchance von Hanno (an die Latte) und einer Parade eines abgefälschten Balles von Björn.

Einleitend für den Teil der unsportlichen Aspekte sei auf den Spielbericht des Gegners auf www.tsvdaenischburg.de hingewiesen, dem der Verfasser dieses Berichts zumindest im Punkt der Schiedsrichterbewertung zustimmen kann, daneben aber eine erhebliche andere Sicht der Dinge schildern muss:

Die Art und Weise, mit der man dem VfB in Dänischburg von Beginn an begegnete, war schon schwer zu ertragen und mündet nun schon zu Beginn des Spielberichts des Gegners darin, uns als Traditionsverein in Anführungszeichen zu beschreiben (nebenbei, beide Vereine haben das gleiche Gründungsjahr). Aber diese Grundeinstellung, die aus diesem Bericht zu erkennen ist, wurde auch auf und neben dem Platz gelebt: Da wurde unser (verletzter) Spieler, der in neutraler Kleidung in unserer Coachingzone stand (aber auch auf dem Spielberichtsbogen aufgeführt wurde) schroff vom gegnerischen Trainer von der Seite angemacht, er habe dort nichts zu suchen, da wurden von den Zuschauern unfassbar unqualifizierte Sprüche auf den Platz gerufen, da wurde der Verfasser von einem Spieler als „Hu…sohn“ beleidigt, eine „Kopfnuss“ angetäuscht, nach dem Spiel provozierend angerempelt und letztendlich sogar noch nach dem Spiel getreten und dennoch erdreistet man sich in Dänischburg zu solch einem unfassbaren Bericht? Eine Entschuldigung für all dieses Verhalten wäre angebrachter gewesen, aber die Reflektion des eigenen Handelns scheint beim TSV Mangelware zu sein, zumindest bei einigen – einige andere hatten wenigstens noch den Funken Grundverständnis des Amateursports, sich nach dem Spiel die Hand zu geben und sich für die Entgleisungen einiger „Sportskameraden“ zu entschuldigen. Man darf daher nicht alle Akteure des TSV über einen Kamm scheren, für die anderen Akteure sollte man sich jedoch auf Seiten der Dänischburger schämen!

Wir können alle froh sein, dass die „Tritte Hään“ auf all diese Provokationen so besonnen reagiert hat, ansonsten wäre dieser Nachmittag unschön für den Lübecker Amateursport ausgegangen… dafür meine Hochachtung an alle Beteiligten des VfB!

Sportlich stehen für die „Tritte Hään“ nun die Wochen der Wahrheit an, zwei Spitzenspiele gegen zwei extrem starke Gegner:

Sonntag, 10.03.2013, 11:00 Uhr: VfB Lübeck III – RW Moisling II
Freitag, 15.03.2013, 20:00 Uhr: VfB Lübeck III – ATSV Stockelsdorf II


Auch zu diesen Spitzenspielen auf der heimischen Lohmühle würde sich die „Tritte Hään“ natürlich sehr über zahlreichen und lautstarken Anhang freuen!

Aufstellung:
Björn – Hadde – Henrik, Tense, Pisto (45.min. Junior) – Lorbas (62.min. Marcel), Jani – Eric (78.min. Timo), Hanno, Yannik – Timo (20.min. Marco)

Tore:
09.min.: 0:1
17.min.: 0:2
33.min.: 1:2 Lorbas (ohne Vorlage)
37.min.: 2:2 Jani (ohne Vorlage)
46.min.: 3:2 Marco (Vorlage Lorbas)
52.min.: 4:2 Marco (Vorlage Jani)
55.min.: 4:3
68.min.: 5:3 Yannik (Vorlage Marco)

SR: In einem sicherlich nicht leicht zu leitenden Spiel mit (vor allem in der zweiten Hälfte) schweren Fehlentscheidungen, schlechter Spielübersicht und ganz schlechter Absprache zwischen dem an diesem Tag schlecht aufgelegten Schiedsrichter und seinen eigentlich gut agierenden Schiedsrichterassistenten (zumindest der auf der Seite der Auswechselbänke).

ZR: rund 50