Kreisklasse A | 27. Spieltag
VfB Lübeck III - ATSV Stockelsdorf II | 1:2 (0:1)

Erneutes Spitzenspiel auf Messers Schneide
 
Nach dem Herzschlagfinale im Spiel gegen die SpVg Rot-Weiß Moisling II zwei Tage zuvor musste die ?Tritte Hään? nach großem Kampf eine Niederlage im Spitzenspiel gegen den verdienten Meister der Kreisklasse A mit 1:2 (0:1) hinnehmen.
 
Die Vorzeichen vor diesem Spiel waren klar, der VfB würde einen Sieg gegen den souveränen Spitzenreiter benötigen, um den zweiten Tabellenplatz verteidigen zu können. Dementsprechend konzentriert gingen die Gastgeber in die Partie, die Gäste taten dies ebenfalls. Auf das erste Highlight der Partie mussten die Zuschauer jedoch eine knappe Viertelstunde warten, in der sich beide Mannschaften zwischen den Strafräumen begegneten: Der Kunstschuss von Hanno aus 16 Metern Torentfernung konnte der Keeper der Stockelsdorfer aus dem Winkel fischen. Mit dieser Torchance wurden nun in der Folge beide Mannschaften gefährlicher, die Torhüter verhinderten jedoch jeweils die entsprechenden Torerfolge. Nach 37 Minuten war Tore im grün-weißen Tor jedoch machtlos, nachdem eine Flanke vom linken Mittelfeldspieler der Stockelsdorfer den in der Mitte frei stehenden Stürmer fand, der souverän den Führungstreffer erzielte. Der VfB ließ sich durch diesen Treffer jedoch nicht aus der Ruhe bringen und spielte auch weiterhin mit vollster Konzentration, ein Treffer wollte vor der Halbzeit jedoch nicht mehr gelingen.
 
Wie schon in der ersten Spielhälfte dauerte es auch in der zweiten Spielhälfte erst eine knappe Viertelstunde, ehe die erste Torchance zu verzeichnen war, diese wurde jedoch gleich von den Gastgebern genutzt: Im gegnerischen 16-Meterraum kam Jani an den Ball, spielten diese mit der Hacke auf Hanno weiter, der den Ball zum (auf Seiten des grün-weißen Anhangs) umjubelten Ausgleichstreffer einschieben konnte. Das Spiel war nun wieder völlig offen und wurde aufgrund der Brisanz der Tabellenkonstellation in der Folge auch von beiden Mannschaften etwas härter geführt, wobei es jedoch nicht unfair wurde. Dieses nun kampfbetonte Spiel führte jedoch dazu, dass die spielerische Linie beider Mannschaften ein wenig verloren ging und dass es auch zu weniger torgefährlichen Situationen kam, was sich erst in den letzten zehn Minuten des Spiels ändern sollte. Der VfB machte nun noch einmal Druck und war dadurch zwangsläufig anfällig für Gegenangriffe, die die Gäste brandgefährlich ausspielten. Einen dieser Bälle konnte die VfB-Abwehr noch von der Linie kratzen, vier Minuten vor dem Ende der offiziellen Spielzeit war die Abwehr anschließend jedoch machtlos: Nachdem der Ball in der Vorwärtsbewegung im Mittelfeld verloren wurde, schaltet das Stockelsdorfer Mittelfeld blitzschnell und bediente den Stürmer mit einem schönen Pass, genau in den Lauf. Dieser ließ sich die Chance nicht nehmen, umkurvte den hinausstürzenden Tore und schob den Ball ins leere Tor zum (auf Seiten der Gäste und der Moislinger Konkurrenz, die das Spiel ebenfalls verfolgten) umjubelten Führungstreffer ein. Trotz der Bemühungen des VfB, wenigstens noch den verdienten Ausgleichstreffer zu erzielen, konnte kein weiterer Treffer erzielt werden. Die durch den eingewechselten Stockelsdorfer Torschützen verursachte Rudelbildung, in dessen Anschluss er die rote Karte sah, war ein unschöner Schlusspunkt eines sehenswerten Spitzenspiels.
 
Nach dem „Wochenende der Wahrheit“ muss man feststellen, dass dem VfB das Glück, das er gegen Moisling in der Schlussphase des Spiels hatte, gegen den ATSV Stockelsdorf gefehlt hat – so gleicht sich im Fußball alles wieder aus! Die „Tritte Hään“ gratuliert dem ATSV Stockelsdorf zur verdienten Meisterschaft und trifft nun im letzten Saisonspiel am kommenden Samstag um 16:00 Uhr im Stadion Lohmühle auf Viktoria Lübeck.
 
Aufstellung:
Tore – Hadde (87.min. Hanno) – Yannik, Tense (40.min. Henrik), Malte – Heiko, Jani – Eric, Pizza, Hanno (68.min. Junior) – Marco
 
Tore:
37.min.: 0:1
58.min.: 1:1 Hanno (Vorlage Jani)
86.min.: 1:2
 
SR: In einer aufgrund der hohen Intensität schwierig zu leitenden Partie nicht fehlerfrei, aber meistens auf der Höhe!
 
ZR: rund 100