Kreisklasse B |
Roter Stern Lübeck - VfB Lübeck III | 2:3 (2:3)

Das „Meisterstück“ in drei Akten

1. Akt:
Die Spielansetzung hätte vor der Saison nicht besser geplant werden können, auch wenn der Verfasser dieser Zeilen den Spielansetzern nicht derartige seherischen Kräfte zuschreiben möchte: Der Kampf um die Meisterschaft sollte am letzten Spieltag im direkten Duell ausgefochten werden.

Der Rote Stern Lübeck überzeugte in der ganzen Saison mit hervorragender Defensivarbeit und verstand es bis zum letzten Spieltag in nur einer Partie unterlegen gewesen zu sein. Die „Tritte Hään“ konnte ihrerseits auf einen grandiosen Start in die Saison zurückblicken (9 Siege in Folge), geriet dann ein wenig aus der Erfolgsspur, um anschließend aber einen grandiosen Endspurt hinzulegen. Beide Mannschaften könnten durch diese guten Leistungen somit bereits einen Spieltag vorm Saisonende den Aufstieg in die Kreisklasse A feiern (der dritte Aufstieg in Folge für beide Mannschaften), die Frage nach der Meisterschaft musste hingegen am letzten Spieltag geklärt werden – der „Tritten Hään“ fehlte vor diesem Spiel noch ein Punkt zur Meisterschaft!

2. Akt:
Bei herrlichem Sommerwetter begann die Partie relativ ausgeglichen, beide Mannschaften begegneten sich mit dem nötigen fußballerischen Respekt. Mit zunehmender Spieldauer verstand es der VfB jedoch, die Oberhand in dem Spiel zu übernehmen, erspielte sich ein optisches Übergewicht und ging folgerichtig nach herrlicher Flanke von Marco auf Hadde, der seinerseits den Ball per Kopf (der gefühlte erste Kopfball der Saison durch Hadde) mustergültig auf Heiko vorlegte, per Seitfallzieher in Führung. Auch nach der Führung blieb die „Tritte Hään“ am Drücker und konnte durch zwei weitere Tore von Heiko, der damit einen lupenreinen Hattrick in seinem letzten Spiel in den grün-weißen Farben auf seinem Konto verzeichnen konnte, mit 3:0 in Führung: Das Tor zum 2:0 war charakteristisch für das Spiel von Heiko, der mit unfassbarem Willen und Einsatz einem Ball nachsetzte, den Zweikampf mit dem gegnerischen Torhüter für sich entscheiden konnte und den Ball anschließend n
ur noch über die Linie drücken musste. Beim 3:0 wurde Heiko durch schönen Querpass von Yannik in Szene gesetzt und vollendete überlegt ins lange Eck.

Mit dieser beruhigenden Führung im Rücken waren sicherlich schon einige der rund 400 Zuschauer bei der anschließenden Meisterschaftsfeier, nicht aber die Spieler des Roten Sterns. Nach einer Unachtsamkeit in der VfB-Abwehr kam der Stürmer des Sterns unbedrängt zum Torschuss und verkürzte auf 1:3. Ein wenig Hoffnung keimte in Folge dessen beim Stern auf und diese Hoffnung sollte nur zwei Minuten später noch mehr Nahrung bekommen: Einen Freistoß des Sterns konnte die VfB-Abwehr nicht weit genug aus der Gefahrenzone köpfen, der Ball fiel dem Gegner mustergültig auf den Fuß und ging von dort aus rund 20 Metern Torentfernung genau in den Winkel. Der Anhang des Roten Sterns witterte kurz vor der Pause wieder die mögliche Meisterschaft. Mit diesem Ergebnis ging es in die Halbzeit.

Auch in der zweiten Hälfte begann der VfB feldüberlegen und hätte in der 55. Minuten bereits „den Sack zumachen können“, hätte der gegnerische Keeper nicht gegen den allein vor ihm auftauchenden Marco stark reagiert und den Ball zur Ecke geklärt. Es wurde nun mehr und mehr ein Geduldsspiel, bei dem einerseits die „Tritte Hään“ nicht in einen Gegenangriff laufen wollte und andererseits der Stern nicht den finalen Genickschuss kassieren wollte – keine Mannschaft konnte sich somit einen Fehler erlauben, was die (im Vergleich zur ersten Spielhälfte) chancenarme zweite Spielhälfte erklärte. Erst in der Schlussphase des Spiels durfte noch mal gezittert werden: Zehn Minuten vor Schluss konnte sich erneut der Keeper des Sterns auszeichnen, als er gegen den frei vor ihm auftauchenden Heiko klären konnte, und zwei Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit vergab der Stürmer des Sterns aus 6 Metern Torentfernung. Ein Tor sollte in der zweiten Hälfte aber nich
t mehr fallen und als der gute Schiedsrichter nach vier Minuten Nachspielzeit zur Pfeife griff, um das Spiel zu beenden, kannte der grün-weiße Jubel keine Grenzen mehr!

3. Akt:
Nach dem Sportlergruß, der Siegerehrung durch den Vertreter des Kreisfußballverbandes Lübeck und der anschließenden Pokalübergabe bedankte sich die „Tritte Hään“ bei ihrem Anhang auf Ihre Weise: Der Meisterschaftspokal wurde sofort nach der Übergabe zu den Anhängern getragen und erst dort feierte Mannschaft und Anhang gemeinsam den Triumph – leider erwies sich der Pokal als nicht so robust, sodass er den Rest des Tages „verletzungsbedingt“ nur notdürftig hergerichtet miterleben konnte.

Nach dem ein oder anderen obligatorischen Kaltgetränk auf dem Sportplatz verlegte die „Tritte Hään“ zusammen mit einigen Anhängern die Meisterschaftsfeier in die „Alte Holze“, in der noch bis in die Abendstunden ausgiebig gefeiert wurde.

Die „Tritte Hään“ bedankt sich für die fantastische Unterstützung bei den Spielen in dieser Saison (insbesondere bei den letzten beiden Spielen) und hofft auf ebenso zahlreiche Unterstützung beim letzten Pflichtspiel in dieser Saison:

Sonntag, 17.06.2012, 10:00 Uhr, Sportanlage RW Moisling:
Pokalfinale zwischen dem TSV Siems III und dem VfB Lübeck III

Aufstellung:
Tore – Jani – Philip, Tense, Pisto (73.min. Hadde) – Hadde (57.min. Alex), Pizza (82.min. Timo) – Lorbas (62.min. Marcel), Heiko (88.min. Lüdi), Yannik (90.min. Heiko) – Marco

Tore:
10.min.: 1:0 Heiko
31.min.: 2:0 Heiko
36.min.: 3:0 Heiko
41.min.: 3:1
43.min.: 3:2

SR: Gute Leistung des SR-Gespanns in einer fairen Partie

ZR: rund 400 Zuschauer – der Wahnsinn!